Attwenger 'Wos'
Attwenger 'Wos'
Mit "wos" legen Attwenger ihr zehntes Studioalbum vor - ein
Werk, das erneut beweist, warum diese Band seit fast vier
Jahrzehnten wie ein Naturphänomen durch die
deutschsprachige Musiklandschaft fegt. Was 1991 mit einer
Kassette, einem VHS-Tape und dem legendären Satz
"Attwenger heißt im Dialekt denken, heißt den Schädel in den
Most tunken" begann, hat sich zu einem der eigenständigsten
Projekte des Landes entwickelt: Slangpunk, Dialekt-Avantgarde
und anarchischer Groove, der keine Schublade akzeptiert. Auf
"wos" treffen elektrisch aufgeladene Ziehharmonika-Linien auf
treibende Drum- und Sequenzer-Beats. Worte fransen aus,
Geschichten wirbeln herum, Sprache wird gebogen, gedehnt,
zerlegt - und wieder zusammengesetzt zu einem Sound, der
gleichzeitig tief verwurzelt und radikal zeitgenössisch ist.
Attwenger kommentieren den Zustand einer überhitzten
Gesellschaft, ohne den moralischen Zeigefinger zu heben.
Stattdessen öffnen sie Räume zwischen den Zeilen: Orte für
Humor, Auswege, Widerstand und befreiende Bewegungen
jenseits der Erwartung. "wos is. is wos." - dieses Album lässt
keinen kalt. Es fordert heraus, groovt, fräst, fragt, widerspricht.
Und es zeigt einmal mehr: Attwenger bleiben unkopierbar.


